Anhydritestriche

Anhydritestrich konventionell (CA)

Definition

Der schwimmende Anhydritunterlagsboden, auch als schwimmender Calciumsulfatestrich bezeichnet, besteht aus einer Calciumsulfatmörtelschicht, die auf einer Wärme- bzw. Trittschalldämmung oder auf einer Trennlage, mit oder ohne Fussbodenheizung, als Lastverteilplatte eingebaut wird.

Der Anhydritunterlagsboden darf mit keinem anderen Bauteil verbunden sein (Schallbrücke!). Die Festigkeitsklasse, Dicke sowie die Feldeinteilung und Fugenausbildung muss gemäss SIA 251:2008 eingehalten werden.

Produkt

Anhydritunterlagsböden bestehen aus Sand, synthetischem Calciumsulfat und Wasser. Je nach Anforderung werden Produkte zur Austrocknungsbeschleunigung oder für erhöhte Festigkeitsanforderungen beigemischt. Diese Komponenten werden direkt auf der Baustelle gemischt und mit einer Estrichpumpe zur Verlegefläche gefördert.

Anwendung

Die Hauptanwendung gilt zur Aufnahme von Oberbelägen im Innenbereich. Der Estrich kann mit allen üblichen Endbelagsarten belegt werden.

Vorteile

  • Hohe Endfestigkeiten
  • Kann im Gefälle eingebaut und modelliert werden
  • Kleinere Einbaudicken möglich (SIA 251: 2008)
  • Praktisch Schwund- und Quellfrei
  • Auf- und Rückschüsselungsfrei
  • Grössere Flächen fugenfrei (SIA 251: 2008)
  • Keine unterschiedlichen Schwundspannungen im Mörtel
  • Schnelleres Aufheizen möglich (nach 7 Tagen)

Nachteile

  • Qualität sehr stark abhängig von der Verarbeitung
  • Empfindlich gegen Feuchtigkeit
  • Ausschliesslich einsetzbar im Innenbereich
  • Es dürfen keine bodenebenen Duschen oder Industrieküchen ausgeführt werden
    (Gipsbasis = Feuchteempfindlich!)
  • Endfestigkeit erst nach erfolgter Austrocknung erreicht
  • Belegreif erst nach vollständiger Austrocknung

Achtung:
Für die Verlegung der Oberbeläge gelten folgende Feuchtewerte:
0.5 CM-% ohne Fussbodenheizung
0.3 CM-% mit Fussbodenheizung

Allgemeine Bedingungen
Gemäss SIA 251 (Ausgabe 2008)